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Projekte

Weiterbildungen für Sie & Ihre Umwelt

Dorfmoderation

Qualifizierung Dorfmoderator/In BMQ Niedersachsen

Logo Dorfmoderatoren NiedersachsenEine Weiterbildung, die Sie für die Gestaltung von Dialog- und Umsetzungsprozessen in Ihrem Dorf stärkt!

Der demografische Wandel verändert Dörfer. Die Bevölkerung schrumpft und wird im Durchschnitt älter, auch weil es junge Menschen zunehmend in die Städte zieht. Als eine Folge sind Tante-Emma-Laden, Post und Kneipe aus vielen Ortschaften längst verschwunden und Vereine finden kaum Nachwuchs.

Die Qualifizierung zum/zur Dorfmoderator/In will Akteure im Dorf, Menschen mit Ideen für ihr Dorf, ansprechen und sie dazu befähigen, Dorfentwicklungsprozesse anzustoßen, zu koordinieren und zu gestalten. Im Blickpunkt stehen die Organisation einer lebendigen Kommunikation im Dorf und die Umsetzung konkreter Projektideen, um die Lebensqualität im Dorf zu erhalten bzw. zu steigern.

Die Qualifizierung richtet sich gleichermaßen an Akteure, die in bestehenden Vereinsstrukturen oder auf dörflicher Ebene politisch (z. B. als Ortsbürgermeister/In) tätig sind sowie an Bürger/Innen von jung bis alt, die motiviert sind, sich für ihr Dorf oder ihre Gemeinde z. B. für Dorfläden, Jugendaktionen, Generationen-Projekte oder Erzählcafés zu engagieren. Es bietet sich an, sich als Team anzumelden.

Die Teilnehmenden werden in 32 Unterrichtsstunden an zwei Terminen zu Dorfmoderator/Innen qualifiziert.

Beginn jeweils am Freitag um 14:30 Uhr. Ende am Sonntag gegen 14:00 Uhr.

Die Qualifizierung beinhaltet die Teilnahme an beiden Terminen: 06.-08.10.2017 und 24.-26.11.2017 in Mariaspring.
In Goslar findet die Qualifizierung an den Wochenenden 20.-22.10.2017 und 17.11.-19.11.2017 statt.

Den Informationsflyer mit Anmeldeformular finden Sie unter „Anmeldung“ unten auf dieser Seite.

Lernziele

  • Die Teilnehmenden identifizieren Indikatoren zur Bewertung und zum Vergleich von ländlichen Räumen.
  • Die Teilnehmenden erlangen einen Blick aus der Metaebene auf das Konstrukt „Dorf“ und lernen Akteure und Rollen im Dorf zu unterscheiden.
  • Die Teilnehmenden reflektieren sich selbst und ihre Rolle im Gefüge „Dorf“.
  • Es werden Grundlagen von Moderationsprozessen und Kommunikationsmodellen vermittelt.
  • Wissen und Verständnis der Kernthemen von Dorfentwicklung werden vermittelt.
  • Die Teilnehmenden erfahren, warum es wichtig ist die Systemdynamik im Dorf zu verstehen und lernen diese zu nutzen.
  • Ansatzpunkte und Hilfestellungen zur Akquise von Projektmitteln zur Umsetzung von Projekten und Vorhaben im ländlichen Raum werden vermittelt.

Seminarinhalte

Block A: Dorfmoderation – Neue Dorfentwicklung mit der Gemeinschaft

  • Grundlagenvermittlung über den Aktionsraum und instrumentelle Voraussetzungen
  • Nachhaltigkeit und Klimawandel
  • Demografie
  • Lebens- und Arbeitsraum Ländlicher Raum und Dorf (Baukultur, Siedlungsentwicklung, Dorfökologie, Wirtschaft, Gemeinwesen)
  • soziokulturelle Hintergründe
  • Dorfentwicklung, EU- Förderprogramme LEADER, ILE

Block B: Dorfmoderation – der Einsatz von Methoden und Techniken

  • Rhetorik, Gesprächsführung und Kommunikation
  • Konfliktmanagement
  • Fundraising
  • Digitale Medien
  • Moderation von Klein- und Großgruppen
  • Sich selbst und andere motivieren
  • Projektmanagement, Prozessgestaltung, Netzwerkarbeit

Methoden

  • Dorfmoderation
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  • Impulsreferat

    Die Teilnehmenden berichten von den verschiedenen Entwicklungen ihrer Dörfer. Zur Erläuterung wird Kartenmaterial verwendet oder es werden Gedächtniskarten der Dörfer gezeichnet.

  • Gruppenarbeit

    In kleinen Teams werden geleitete Diskussionen geführt oder zu Aufgaben Lösungen erarbeitet. Im Anschluss an diese Arbeit im kleinen Kreis werden die Ergebnisse den anderen Teams vorgestellt. Durch diese Herangehensweise wird kreativer Raum für unterschiedliche Denkanstöße gegeben und der Austausch untereinander intensiviert.

  • Plenumsdiskussion

    Alle Teilnehmenden tauschen sich zusammen über Aspekte der Dorfentwicklung aus. Vor- und Nachteile von Ansätzen und Herangehensweisen werden erläutert und gemeinsam weiterentwickelt. Gegenseitig werden Hinweise und Ideen gesammelt und bestehende Prozesse so sinnvoll ergänzt.

  • Diskussion mit Expert/Innen

    Den zukünftigen Dorfmoderatoren und Dorfmoderatorinnen stehen verschiedene Experten begleitend zur Seite, so z.B. Dorfentwickler und Kommunikationsexperten. Diese teilen ihre Expertise und gesammelten Erfahrungen mit der Gruppe und stehen den Teilnehmenden für Fragen zur Verfügung.

  • Praktische Übungen

    Die Dorfmoderation lebt neben den theoriebasierten Grundlagen vor allen Dingen vom aktiven Tun. Daher sind auch die Anteile der selbst Ausprobierens sehr wichtig und finden bei den Teilnehmenden regen Anklang.

Ihre Referent/Innen

Tanja Klein - Mensch und Region

Tanja Klein

Mensch und Region

„Die zukünftigen Dorfmoderatoren bringen viel Engagement, Persönlichkeit und unterschiedlichste Erfahrungen mit. Es ist faszinierend zu sehen, wie das neue Wissen aus den Fortbildungsmodulen und die gemeinsame Arbeit in den Workshops die Teilnehmer in ihrem Engagement für die ländlichen Räume bestärkt.“

Hartmut Wolter - Freie Altenarbeit Göttingen e.V.

Hartmut Wolter

Freie Altenarbeit Göttingen e.V.

„Demografische Entwicklungen lassen sich leichter gestalten, wenn man auf die Prozesse schaut, die gut laufen. Dorfmoderation hilft, alle Generationen an Entwicklungsprozessen zu beteiligen und so Lebensqualität im Dorf zu fördern.“

Gefördert durch

 

In Kooperation mit

 

Weitere Informationen

Anmeldung

Freiwillig Engagierte und Interessierte aus Dörfern:

Ansprechpartnerin:

Heidi Berthold (Freiwilligenakademie Niedersachsen, fan) – Tel:  0511/ 76048376

Interessierte aus Modelldörfern in Südniedersachsen:

Sie können sich als Dorfteam mit Ihrem Gemeinde- oder Ortsrat in Verbindung setzten und sich zu folgenden Fortbildungen anmelden:

Modul 1:          Engagementlotse für Ehrenamtliche in Niedersachsen
                         (Über die fan Heidi Berthold)

Modul 2:          Qualifikation Dorfmoderator_in BMQ Niedersachsen
                          (Details zum Anmeldeprozess sind im Dokument)  

Modul 3:          Dorf ist nicht gleich Dorf (in Planung)

Ansprechpartner/Innen in den Landkreisen für die 16 Modelldörfer:

LK Göttingen-Osterode:

Esplingerode, Bühren, Sieboldshausen, Eisdorf, Uehrde, Walkenried, Düna

Regina Meyer, Tel: 0551/5 25 28 05. Dr. Harmut Berndt, Tel: 0551/5 25 24 42

LK Northeim:

Sievershausen, Kuventhal, Lindau

Anette Muhs, Tel: 05551/ 70 87 37

LK Holzminden:

Kirchbrak, Lenne, Neuhaus

Dr. Hilko Linnemann, Tel: 05531/ 70 71 15

LK Goslar:

Lengde, Hahausen, Hohegeiß

Tim Schwarzenberger, Tel: 05321/ 7 64 41

Download Anmeldekarten
Download Infomationsflyer

Zielgruppe

Ausgebildete Engagementlotsen (www.freiwilligenakademie.de) oder langjährige freiwillig Engagierte mit einer vergleichbaren Erfahrung / Qualifizierung aus den 16 Modelldörfern in Südniedersachsen und anderen Dörfern in Niedersachsen.

Kosten

Für Teilnehmende in Südniedersachsen ist die Teilnahme kostenfrei.

Förderung

Die Qualifizierung wird mit ELER-Mitteln gefördert. Informationen zum Förderprogramm finden Sie hier:  www.eler.niedersachsen.de

Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete mit der Maßnahme:

„Bildungsmaßnahmen zur beruflichen Qualifizierung“

Mit dieser Maßnahme wird die Verbesserung der beruflichen Qualifikation von Erwerbstätigen und Beratern in der Land-, Garten- und Forstwirtschaft sowie von Dorfmoderatoren unterstützt.

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