Wissen schafft Haltung – Weiterbildung für eigene Bildungsarbeit
Im Rahmen von ANNE – Antisemitismusprävention mit der Niedersächsischen Erwachsenenbildung bieten wir 2026 die Möglichkeit für Pädagog*innen und Bildner*innen zur eigenen Weiterbildung. Folgende Angebote können zusammen bzw. auch einzeln besucht werden.
3.7.2026, 9:30-12:30 in Mariaspring
Counterspeech – Gegenrede im Netz – Was tun bei Online-Hass?
In diesem Workshop setzen wir uns theoretisch und vor allem praktisch mit dem Phänomen des Hatespeech im Netz und mit möglichen Gegenstrategien auseinander. Sie lernen, Hasskommentare zu erkennen und zu analysieren. Außerdem erlernen und erproben Sie Strategien, mit denen Sie selbst als User:in auf Hasskommentare schreibend reagieren können – um Solidarität mit den von Hass Betroffenen zu zeigen, hasserfüllte Diskurse einzugrenzen und diskriminierenden und abwertenden Äußerungen eine andere Sicht entgegenzusetzen.
17.09.2026, 14:00 – 15:30 in Mariaspring
Die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Göttingen: Ursprünge, Ziele, Möglichkeiten der pädagogischen Einbindung
Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Göttingen e.V. wurde 1959 gegründet. Initiator war der Philologe Konrat Ziegler (1884–1974), der sich bereits während der NS-Zeit für verfolgte Jüd*innen einsetzte und nach 1945 aktiv an der demokratischen Neuordnung Göttingens mitwirkte. Zu den prägenden Persönlichkeiten zählten zudem der langjährige Oberbürgermeister Artur Levi (1922–2007), der als KZ-Überlebender und SPD-Politiker die Arbeit der Gesellschaft von Anfang an unterstützte, sowie die Pädagogin und Ehrenbürgerin Dr. Hannah Vogt (1910–1994), die ab 1968 den Vorsitz übernahm und sich besonders für die Gedenkarbeit und die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit einsetzte. Die Gesellschaft engagiert sich bis heute für den interreligiösen Dialog, die Erinnerungskultur und gegen Antisemitismus.
26.10.2026, 10.00-12.30
Stadtrundgang: Jüdische Geschichte in Göttingen
Jüdisches Leben in Göttingen lässt sich bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen. Die Stadtführung beleuchtet die Geschichte: von mittelalterlichen Wohnplätzen und Synagogen bis hin zum anti-jüdischen Nationalismus und Rassismus im 19. Jahrhundert. Themen sind auch die Selbstassimilation durch Taufe, der Bau der Synagoge an der Oberen/Unteren Maschstraße und die Einrichtung der Mikwe in der Roten Straße. Die Führung endet mit einem Blick auf den Holocaust, seine späte Aufarbeitung und das erneute Aufblühen jüdischen Lebens nach 1945.
26.10.2026, 14:00 – 16:30 Jüdische Gemeinde Göttingen e.V.
Besuch der jüdischen Gemeinde: Jüdisches Leben in Göttingen
Was wollten Sie schon immer über jüdisches Leben, jüdischen Glauben, jüdische Identität erfahren? Eine Führung durch die Räume der Jüdischen Gemeinde Göttingen und die Auseinandersetzung mit religiösen Festen und Gebräuchen, aber auch mit der Frage: Was bedeutet es jüdisch zu leben im heutigen Göttingen?
03.11.2026, 9:30-12:30 in Mariaspring
Zivilcourage: Eigene Handlungskompetenz stärken und Courage-Übungen in Bildungsformate einbauen
Ausgangspunkt ist ein psychologisches Aktionstraining, das auf sozialpsychologischen Modellen der Hilfeleistung basiert. Es zielt darauf ab, Menschen für die Voraussetzungen und konkreten Möglichkeiten von Zivilcourage im Alltag zu sensibilisieren und ihr eigenes Verhaltensrepertoire zu erweitern.
18.11.2026, 19:15-20:15 Abschlussabend in Mariaspring
Präsentation eigener Lernerfahrungen aus den vorhergehenden Veranstaltungen. Begleitet von einer Buchpräsentation zu den Themen Jüdisches Leben, Antisemitismus, Israel-Palästina. Das Publikum sind die Gäste der Heimvolkshochschule sowie weitere interessierte Personen.
Bei Interesse an der Teilnahme an einer oder mehrerer Veranstaltungen, melden Sie sich spätestens 5 Tage vor der Veranstaltung bitte per E-Mail bei David Kreitz
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