
Bildungsurlaubsseminar
Seit einigen Jahren ist in einigen Tourismusregionen ein ansteigender Protest der dortigen Wohnbevölkerung gegenüber der wachsenden Zahl von Touristen wahrzunehmen. Wohnungen werden zu Ferienappartements, die Mieten und Lebenshaltungskosten für die Bevölkerung steigen, aus Geschäften für die Nahversorgung werden Souvenirshops oder Bars, etc.
Während des Seminars soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit ein ständig steigender Tourismus an bestimmten Orten und Regionen nicht nur wirtschaftliche Vorteile bietet, sondern auch zum deutlichen Nachteil für die dort lebende Wohnbevölkerung wird und inwieweit ein Interessenausgleich stattfinden kann. Darüber hinaus geht es um ein individuelles „Recht zum Reisen“ in demokratisch verfassten Gesellschaften.
Alternativen aus diesem Spannungsfeld sollen darüber hinaus in Modellen und Beispielen aus dem Bereich des „nachhaltigen Tourismus“ identifiziert und deren Wirksamkeit eingeschätzt und diskutiert werden. Inwieweit die Teilnehmenden ihr Urlaubsverhalten aufgrund der im Seminar gewonnenen Erkenntnisse verändern wollen, soll am Ende des Seminars erörtert werden.



